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Wednesday…

Am Mittwoch war mein Termin im Klinikum wegen der Radio-Jod-Therapie und irgendwie hat mich das alles total verunsichert. Jeder war so ernst und ich war so verloren, musste Entscheidungen treffen und dann nochmal alle Untersuchungen mitmachen, die ich vor Monaten schon gemacht habe. Und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, das ganze Gerede von Krebs und Tumorzellen würde mir keine Angst machen. Es hat sich alles anders angehört als letzte Woche. Aufeinmal gibt es die Möglichkeit, daß die Tumorzellen sich schon weiter ausgebreitet haben, z. B. in den Lymphknoten und daß das alles regelmäßig untersucht werden muss. Und durch all das alleine durch zu müssen, macht es nicht einfacher.

In ein paar Wochen fängt die Therapie an, die an sich nicht weiter schlimm sein wird. Trotzdem bin ich nervös und habe Angst und brauch mal irgendjemanden, der mich in den Arm nimmt.

Die Ärzte im Klinikum agen, ich soll bis zur Therapie nicht arbeiten gehen, weil das mit der Erschöpfung und der Müdigkeit wegen des fehlenden Hormons jetzt eher schlimmer wird. Ich wühle mich so schlapp, daß ich froh bin, es überhaupt zum Supermarkt zu schaffen um was zu essen zu bekommen.

Jaja, ich soll nicht jammern, aber so fühle ich mich nunmal gerade…

An eventful week…

Letzte Woche um diese Zeit war ich nervös und ängstlich werden der bevorstehenden Operation. Am Montag war sie nun und ich habe sie jetzt hinter mir.

Ich sollte am Montag um 7 Uhr da sein, aber da ich ja immer Angst habe zu spät zu kommen, war ich natürlich schon früher da. 5.40 Uhr war auf keinen Fall zu spät. Jedenfalls ging es ab kurz vor 7 alles sehr schnell. Ich wurde aufgenommen, bekam mein Convention-Armband und durfte auf mein Zimmer. Leider war es ein 4er-Zimmer. Ich hatte vorher schon Angst vor einem Doppelzimmer, aber ein 4er-Zimmer musste ich erstmal verarbeiten. Ich musste aber sowieso erstmal meine OP-Klamotten anziehen und meine Tasche einschließen. Diese Hemden, die hinten offen sind, sind ja ganz toll. Naja, aber es musste halt sein. Die Schwester sagte mir dann, daß es gegen 7.45 losgeht. So schnell. Ich bekam immer mehr Angst, denn es wurde Ernst. Als ich dann kam und in meine Supernatural-Decke eingewickelt durch die Gänge geführt wurde (ich hab keinen Bademantel), gab es endgültig kein Zurück mehr. Dann wurde ich gepiekst und gefragt, wo ich herkomme und so weiter und dann bin ich im Aufwachraum aufgewacht mit ganz viel Druck auf der Blase. Und Halsschmerzen. Und plötzlich war die Operation schon vorbei. Ich weiß nicht, wie lange ich im Aufwachraum lag. Da war eine Uhr an der Wand, aber ich hatte meine Brille nicht auf. Der Mann neben mir schnarchte und mir war die ganze Zeit schwindelig. Ich bekam auch ständig Schmerzmittel und musste immer dringender aufs Klo. Ich konnte auch nicht richtig sprechen. Zwischendurch habe ich mitbekommen, wie 2 Schwestern vor meinem Bett standen und über meine OP gesprochen haben. Ich hätte so viel Blut verloren und die Schilddrüse war noch viel größer, als man vorher dachte und darum hätte das alles länger gedauert, außerdem war ein sehr großer Teil noch hinter meinem Brustbein und was war sehr schwer, das alles rauszuholen. Das hab ich alles nur am Rand mitbekommen, weil ich so dringend pinkeln musste, wie noch nie in meinem Leben.  Jemand links neben mir fragte nach der Uhrzeit und es war schon nach 13 Uhr. So schnell kann ein Vormittag um sein. Irgendwann wurde ich dann auf mein Zimmer geschoben und ich durfte kurz versuchen, mit der Hilfe von 2 Pflegern aufzustehen, weil ich auf die Toilette musste. Aber es klappte nicht und ich durfte nicht. Stattdessen musste ich mich hinlegen, wurde an einen Trop angeschlossen und sollte eine halbe Stunde warten, bis mein Kreislauf wieder stabil ist. Die längste halbe Stunde meines Lebens. Ich habs am Ende fast gar nicht mehr ausgehalten und es war so eine Erleichterung, als ich endlich pinkeln durfte. Als ob jede Last von mir fiel. Als das endlich erledigt war, konnte ich mich entspannen und auch an andere Dinge denken, wie zum Bespiel meinen Durst oder wie wahnsinnig heiß es in dem Raum war. Ich bekam ein Kühlpack zum Kuscheln. Ich habe es geliebt. Irgendwann später durfte ich sogar was essen, aber es war schwierig wegen der Halsschmerzen. Und die Betten im Krankenhaus waren extrem unbequem und ich konnte nicht schlafen. Und war immer noch unglaublich heiß. Meinen Zimmernachbarn war das auch anfgefallen und sie machten alle Fenster auf. Es half kaum etwas. Später sollte sich herausstellen, daß die alte Dame auf unserem Zimmer, die Heizung voll aufgedreht hatte, mitten im Sommer. Diese Frau war sowieo etwas durcheinander, sie hat auch die ganze Nacht ihren Koffer aus- und wieder eingeräumt, ihre Sachen sortiert und so weiter.

Zum Frühstück und Abendessen gab es ein Buffet, was gar nicht schlecht war. Es gab Croissants, verschiedene Sorten Brot und Brötchen, Aufschnitt, frisches Obst und Gemüse, Joghurt und Getränke. Aber essen war immer noch Schmerzhaft, ich bin froh, daß ich etwas runterbekommen habe. Am 2. Tag wurde noch einem eine Stimmbandspiegelung gemacht. Sehr unangenehm, nicht zu empfehlen. Es war scheinbar alles in Ordnung und ich fragte, wann ich endlich nach Hause darf. Der Arzt sagte, ich könnte sicher am nächsten Tag nach Hause. Ein paar Stunden später sagte eine andere Ärztin, daß man nochmal bis zum nächsten Tag abwartet und dann eine Entscheidung trifft. Meh. Ich wäre am liebsten sofort gegangen, in mein eigenes Bett. Dann kamen noch 2 Studentinnen, um mir noch mehr Blut abzunehmen. Die Zeit da war ansonsten ziemlich langweilig. Es gab zwar 2 Fernseher, aber niemand wußte, wie die angingen und ich hab die meiste Zeit Videospiele gespielt. Es gab Wifi, aber ich stelle fest, daß der Empfang für Netflix einfach zu schlecht war, schade. Nach einer weiteren Nacht mit wenig Schlaf wurde mir endlich diese Drainage entfernt. Das Auffanggefäß musste ich die ganze Zeit mit mir rumtragen, sogar aufs Klo. Endlich war das vorbei und ich war frei und durfte endlich duschen gehen. Aber erstmal gab es Frühstück. Während ich aß, kam die Ärztin rein und wollte mit mir sprechen, aber ich sollter erstmal aufessen und sie komme später nochmal vorbei. Aus irgendeinem Grund wurde ich da etwas nervös und machte mir alle möglichen Gedanken. Später kam sie dann tatsächlich noch einemal und hatte die Ergebnisse der Pathologie dabei. Da wird wohl routinemäßig die Schilddrüse nach der Entfernung hingeschickt. Sie guckte sehr ernst und sagte dann, man hätte einen Tumor gefunden, etwas bösartiges und das würde bedeuten, ich müsste eine Radiojodtherapie machen müssen. Sie hat soviel auf einmal erzählt, ich weiß gar nicht, ob ich das alles richtig verstanden habe. Verarbeiten konnte ich es jedenfalls nicht sofort. Ich hab dann nur gefragt, ob ich denn trotzdem nach Hause gehen darf. Ich durfte. Dann ging sie wieder, um Papiere fertig zu machen und mir einen Termin in der Nuklearmedizinischen Klinik zu besorgen und ich ging in der Zwischenzeit unter die Dusche. Endlich. Durch die Hitze war ich sehr verschwitzt und meine Haare sahen ziemlich schlimm aus und die Dusche tat so gut. Ich durfte sofort nach Hause, musste also nicht noch bis zu Nachmittag warten. Die Ärztlin gab mir noch die Unterlagen und verabschiedete sich. Sie war sehr nett und freundlich, ich mochte sie. Am Ende sagte sie noch “Keine Sorge, das ist die beste Art von Krebs, die man haben kann, das wird schon wieder.” Okay. Sie hat Recht, der Tumor ist raus und die restlichen Zellen, die eventuell noch übrig sind, werden mit dieser Therapie zerstört, also wird alles gut. Davon gehe ich jetzt einfach aus.

Ich zog mich an, packte meine Sachen und freute mich auch mein eigenes Bett und meine Couch und mein Kaninchen. Und vergaß, daß meine Haare noch naß waren und ich immer noch etwas schwitzte und es draußen kalt, naß und windig war. Und nun sitze ich hier mit einer Erkältung und erwarte gespannt den Termin am Mittwoch, wo ich mehr zu meiner Radiojodtherapie erfahren werden. Bis zum Beginn der Therapie soll ich möglichst wenig Jod zu mir nehmen, also kein Fisch, kein Jodsalz usw. Jetzt muss ich beim Einkaufen ganz genau auf die Zutaten achten. Aber auch das geht vorbei. Jetzt bin ich erstmal noch 1 Woche krankgeschrieben und was dann ist, werden wir sehen…

Confession time

Als ich ein kleines Kind war, wollte ich kein Mädchen sein. Ich wollte keine Kleider oder Röcke tragen, ich wollte nicht mit Puppen spielen und “Mädchenkram” hat mich nie interessiert. Ich spielte mit Autos, trug Hosen und wollte nur Kleidung, die nicht weiblich war. Es gab auch ganz kurze Phasen, wo ich mich überreden ließ, daß ich einen Rock trug oder eine Babypuppe zu haben. Die Puppe hieß Björn und lag nach ein paar Tagen nur noch in der Ecke, weil ich wieder spannendere Dinge entdeckt hatte. Zum Beispiel haben wir uns grüne Deckel von Plastikfässern auf den Rücken geschnallt und Ninja Turtles gespielt. Ich hab mir nicht viel dabei gedacht, aber meine Mutter war enttäuscht, weil ich keine Röcke anziehen wollte. Meinem Vater war sowieso alles egal. Früher dachte ich manchmal, ich habe so empfunden, weil mein Bruder ein Junge war und es kam mir so vor, als würde er besser und bevorzugt behandlet werden also wollte ich auch ein Junge sein. Eines Morgens habe ich geweint, weil meine Mutter mir einfach einen Rock zum anziehen rausgelegt hatte. Ich habe geweint, weil mein Vater sich und meinem Bruder die blauen Becher hingestellt hatte und ich einen roten bekam, weil ich ein Mädchen war. Ich war wütend, weil ich beim Spielen von Das Schwarze Auge keine männliche Figur aussuchen durften. Und immer musste ich mir Dinge anhören wie: “Du bist ein Mädchen, also verhalte sich auch so.”. “Zieh mal einen Rock an.”, das war die häufigste Aussage und die, die mich am meisten genervt hat. Ich wollte keinen blöden Rock tragen. Ich wollte keine langen Haare haben und keinen Zopf machen. Manchmal habe ich mir vorgestellt, daß meine Eltern nach meiner Geburt mich einfach zu einem Mädchen operieren ließen, weil es sich so falsch anfühlte. Als ich das erste Mal im Fernsehen gesehen habe, daß es Menschen gibt, die eine Geschlechtsumwandlung gemacht haben, dachte ich nur, ich will das auch. Aber mir wurde gesagt, das es Unsinn wäre und ich soll sowas nicht denken.

Auch heute noch habe ich Probleme damit, mich als weiblich zu sehen. Wenn ich von mir rede, dann versuche sich Pronomen zu vermeiden. Zum Beispiel sage ich nicht “ich bin die einzige, die…” sondern “ich bin die einzige Person, die…”. Es fühlt ich einfach falsch an. Ich kann mich aber auch nicht wirklich als männlich sehen. Und das verwirrt mich. Was bin ich? Bin ich irgendwo zwischen männlich und weiblich? Bin ich geschlechtsneutral? Übersowas habe ich mir früher nie wirklich Gedanken gemacht und ich kannte es auch gar nicht. Es gab halt Mädchen und Jungen und eins davon musste man sein. Fertig. Am liebsten würde ich mich als geschlechtsneutral bezeichnen, aber ich bin nicht sicher, ob das nur so ist, weil ich mich nicht auf irgendwas festelegen oder kann. Und es gibt ja noch ganz andere Bezeichnungen wie genderfluid und so weiter und die ganze Angelegenheit ist so viel komplexer als ich es mir als Kind vorstellen konnte. Ich bin mir noch nicht einmal über meine sexuelle Orientierung im Klaren. Hab ich überhaupt eine? Ich sage am liebsten, ich wäre asexuell, aber bin ich das wirklich oder liegt es nur daran, daß meine Hormone durch diese ganze Schilddrüsengeschichte durcheinander geraten sind? Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, ob das überhaupt einen Einfluß hat.

Ich weiß nur, daß ich mich nicht als Frau sehe und heulen könnte, wenn mir jemand sagt, ich soll mich weiblicher kleiden…

Der kleine Prinz – Teil 2

Der kleine Prinz kommt also von einem anderen Planeten. Heutzutage würde man sagen, er ist ein Außerirdischer. Entdeckt wurde er von einem türkischen WIssenschaftler, dem man nicht glaubte, weil er die falsche Kleidung trug. Wenn man es so sagt, merkt man, wie lächerlich diese oberflächlichen Vorurteile sind. Ein Wissenschaftler ist ein Wissenschaftler, egal in welcher Farbe oder Form er daherkommt.

Ich frage mich manchmal, wie mein Leben aussehen würde, wenn ich mein Studum nicht aufgegeben hätte. Stünde ich dann auch mit meinen Hypothesen vor einem Publikum, das mir nicht glaubt? Warum habe ich überhaupt aufgegeben? War es wirklich das, was ich wollte? Ich wünschte manchmal, ich könnte einen Blick in eine alternative Realität werfen, um zu sehen, was passiert wäre. Aber das geht leider nicht.

Und der kleine Wissenschaftler in mir sagte mir beim Lesen, daß auf so kleinen Planeten niemand wohnen kann. Es gibt nicht genug Schwerkraft für eine Atmosphäre und so weiter. Aber es ist eine Geschichte und in dieser Geschichte ist das überhaupt nicht wichtig, es ist nicht das, worauf es ankommt. Der kleine Prinz kommt aus einer anderen Welt, die so klein ist, daß Affenbrotbäume eine Gefahr darstellen, da sie den ganzen Planeten einnehmen würden, wenn das Schaf in der Kiste sie nicht frißt, wenn sie noch klein sind.

Das kann man auf sehr viele Dinge übertragen. Manche kleine Dinge können zu riesigen Probleme werden, wenn man sie nicht rechtzeitig in den Griff bekommt. Als Beispiel fällt mir gerade meine Schilddrüse ein. Wenn ich vor Jahren schon den Mut gehabt hätte, damit zum Arzt zu gehen, dann hätte ich jetzt wahrscheinlich keine Operation vor mir.

Ich mag Fantasie. Ich mag es, vor mich hinzuträumen von Dingen, die es nicht gibt und die nie passieren werden in anderen Welten, die ganz anders sind als unsere…

Der Kleine Prinz – Teil 1

“When I look at a gas nebula, all I see is a cloud of dust, but seeing the universe through your eyes I was able to experience… wonder.” – Q

 

Ich gebe zu, ich habe dieses Buch noch nie gelesen und auch nicht den Film gesehen. Ich habe natürlich davon gehört und auch schon mal das eine oder andere Bild gesehen, aber ich wußte nicht, worum es überhaupt geht und was passiert. Ich war gespannt.

Am Mittwoch ging ich in einen großen Buchladen in der Innenstadt und war sicher, das Buch dort zu finden. Ich suchte und übersah es irgendwie. Die Verkäuferin verwirrte mich dann noch damit, daß es wohl verschiedene Versionen und Übersetzungen gibt. Das, was sie mir zeigte, war eine Neuübersetzung, aber wenn ich die klassische Übersetzung möchte, dann sollte ich unten nachsehen und es gibt auch eine Ausgabe, die dem Film nachempfunden ist. Ich wollte mir den Klassiker wenigstens mal ansehen, aber ich fand ihn nicht. Also nahm ich das erste mit der Neuübersetzung. Inhaltlich wird es ja keinen Unterschied geben.

Am selben Abend fing ich zu lesen und beendete die ersten 3 Kapitel. Ich brauche immer etwas länger, um so etwas auf mich wirken zu lassen, manche Gedanken kommen mir manchmal erst Tage später. Aber das erste, was ich dachte, als ich das erste Kapitel mit dem Bild von dem Elefanten und der Schlange las war: Erwachsene sind so langweilig. Irgendwann geht die Fantasie verloren. Ich erinnere mich wie wir als Kinder so viele Abenteuer erlebt haben. Sogar in der Schulpause. Wir haben auf dem Schulhof Vampire gespielt, sogar einen Vampirclan gegründet, haben uns vorgestellt, daß die Gebüsche verzaubert waren. Auf er rechten Seite war das gute Gebüsch, da konnten wir durchlaufen, aber auf der linken Seite war das böse Gebüsch, da durften wir nicht rein, weil dann was ganz schlimmes passierte. Niemand ging in das böse Gebüsch. Ich hab mal in unserem Garten nach einem Schatz gegraben und dachte, die Lampe an meiner Zimmerdecke wäre lebendig und würde mich nachts auffressen. Es war eine häßliche Lampe und sie war gruselig. Ich war froh, als sie ausgetauscht wurde. Vielleicht ist mal als Kind einfach sorgenfreier, weil man nicht über Erwachsenenkram wie Rechnungen und Arbeit anchdenken muss und die Gedanken frei sind.

Ich dachte auch irgendwann an ein paar Sätze aus einem der Scheibenwelt-Romane. Tod ist durch die Stadt gelaufen, durch Menschenmengen und niemand der Erwachsenen hat ihn gesehen, obwohl er nicht unsichtbar ist. Die Leute haben ihn unbewußt wahrgenommen, aber der Verstand hat ihnen gesagt, sowas gibt es nicht, sowas sieht man nicht, es ist unmöglich und so haben sie ihn einfach nicht gesehen. Sie sahen nichts, was es nicht geben konnte. Für Kinder war alles noch möglich, also konnten sie ihn sehen. Wie den Elefanten in der Schlange. Oder das Schaf in der Kiste.

Als der Erzähler den kleinen Prinzen trifft, wird er gebeten, ein Schaf zu malen. Nur keine der Zeichnungen war gut genug. Eins war zu alt, das andere hatte Hörner. Am Ende zeichnet er aus Frust einfach eine Kiste und sagt, da ist das Schaf drin. Einfach, und doch genau das, was der kleine Prinz wollte. Das Schaf war perfekt, weil er es sich so vorstellen konnte, wie er es wollte.

Wir werden sehen, wie die Reise mit dem kleinen Prinzen weitergeht…

 

 

 

Project Phoenix – Day 1

Daß es nicht einfach wird, ist mir klar und auch, daß es alles wahrscheinlich sehr lange dauern wird. Aber irgendwie macht mir die ganze Sache auch etwas Angst. Ich glaube, es ist Angst vor dem, was passieren wird, vor einer Veränderung und es ist Angst davor, etwas zu verlieren. Aber ich kann nicht sagen, was es ist, das ich verlieren könnte. Ein seltsames Gefühl.

Jedenfalls war der heutige Tag nicht besonders erfolgreich, aber es wird solche Tage immer geben. Es wird auch gute Tage geben, vielleicht werden diese mit der Zeit immer mehr, weil ich mich daran gewöhne, mich an das Positive zu erinnern. Wir werden sehen, es bleibt spannend.

Project Phoenix

Project Phoenix (ich muss sowas immer einen Namen geben). Dahinter steckt Selbstsicherheit gewinnen und das Selbstwertgefühl steigern. Ich versuche es zumindest. Und ich fange praktisch bei Null an. Ich habe keine Selbstsicherheit und überhaupt kein Selbstwertgefühl. Ich kann mich nicht leiden und halte nicht viel von mir selbst, ich glaub nicht, daß ich irgendwas gut kann, klug bin oder irgendwelche Talente habe etc.. Also das Übliche. Da ich mir überhaupt nicht vorstellen konnte, wie man Selbstsicherheit und Selbstwertgefühl aus dem Nichts aufbaut, habe ich einfach mal gegooglet. Ich kann es mir immer noch nicht so ganz vorstellen, aber ich habe ein paar Ideen bekommen, die ich einfach hier mal ausprobieren möchte. Schlimmer kann es ja nicht werden 😉 Ich habe 5 Punkte, zu denen ich versuche werden, jeden Tag etwas hinzuzufügen. Nur Positives natürlich. Zum Beispiel “Things I like about myself”. Heute kann ich nichts auf die Liste setzen, aber vielleicht morgen oder nächste Woche. Ich hoffe, die Liste wird sich füllen. “Things I’m good at”: Dinge, in denen ich gut bin, die ich gut kann. Auch hier kann ich heute noch nichts auflisten. Ich möchte auch nur Dinge nehmen, von denen ich persönlich wirklich überzeugt bin. Vielleicht sagen mir 2-3 Leute, daß sie meine gifs mögen, aber solange ich von mir selbst aus nicht sage “Ja, darin bin ich tatsächlich gut”, kommt es nicht in die Liste. Natürlich werde ich auch offline Notizen machen. Ich habe ein schönes dickes Notizbuch, was ich schön dekorieren könnte. Da kommen positive Erlebnisse rein, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind, wie zum Beispiel “das Karniggel hat heute mit mir Supernatural geguckt” oder “XY hat gesagt, meine Fotos sind schön”. Einfach Dinge, die mich freuen, mir viel bedeuten, mir ein gutes Gefühl geben und die mir Freude machen.

Das ist der Plan und es ist auch erstmal nur ein Anfang, wir werden sehen, was passiert. Ich hoffe, es hilft.

Die Listen sind auf dieser Seite, die auch oben im Menu zu finden ist: http://www.jmaclean.com/blog/project-phoenix/

Falls also jemand mal neugierig über meinen Fortschritt ist, kann er direkt da reinsehen. Ich werde auch versuchen, die Seite möglichst aktuell zu halten (ich hoffe nicht, daß ich wie bei vielen Dingen irgendwann einfach keine Lust mehr habe und es vergesse). Feedback und Vorschläge sind auch immer willkommen.

Ich bin gespannt… 🙂

Stupid?

Ich halte ja nicht besonders viel von mir selbst. Ich bin auch nicht intelligent oder klug oder habe besondere Talente, aber ich versuche mein Bestes. Leider ist das nicht genug, ich bin nicht genug. Vielleicht war mal Potential (ich kann es nicht mit z schreiben, das sieht einfach falsch aus) da, ich weiß es nicht, immerhin habe ich das Abitur gerade eben noch geschafft. Ich weiß noch nichtmal, was ich hier überhaupt sagen will. Ich zweifle immer mehr an mir selbst, an meiner Intelligenz? Ich wollte so viel hier schreiben, weil ich so viel loswerden möchte, aber ich kann nicht, mir fällt nichts ein. Wie immer, wie in jeder Unterhaltung.

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Protected: My #JibCon photo ops

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My #JibCon experience

So I went back to Jibcon last weekend. Back to Rome, back to that hotel, the hallways and the lobby that are all so familiar by now. It was the first time that I went alone but that was okay, I guess. It gave me the opportunity to do whatever I want whenever I want. When I reached the hotel on Thursday morning it was only around 11 am. I tried to check in but my room wasn’t ready yet and I had to wait till 2 pm. So I had them store my suitcase and went to the registration desk of the convention, got my badge, my lanyard, my photo op tickets. I was actually considering getting a photo op with Tom Ellis (Lucifer) until I saw the price, 85€. So I scratched that idea and decided to at least get his autograph that was included in my pass anyway. I bought a picture for him to sign and got in line. The autograph room was pretty hot and humid which was not very pleasant but I wouldn’t spend a lot of time there. So when it was my turn I saw that Tom was wearing devil’s horns on his head and he seemed to be having fun. The girl in front of me held up the line so I didn’t really get to say a lot. The only thing I got out was “I love Lucifer” and he smiled and said “Thank you”. I think the rest of the day was spent in my hotel room. Oh, and it was season finale night, so I got up at night to watch the 2 last episodes of the season.

The actual Jibcon started on Friday afternoon so I had a lot of time to sleep in and get ready, prepare my camera. The first panels were great fun of course and the first day is always pretty stress-free. I didn’t have to get any autographs or photo ops so I was able to just enjoy the show. And then day one was done. And I was getting really nervous about day two because day two was Jensen photo ops day. I couldn’t sleep very well, so many things were going through my head, not just about the con, I was full of self-doubt for specific reasons, which would make me cry on Saturday night. Anyway…

Saturday started very early for me. I got up at 5.30 am to go downstairs for breakfast and it was nice and quiet, a good time for breakfast before all the crowds came storming in. Afterwards I went back up to my room to shower and get dressed and be even more nervous about the photo ops. What would he be wearing, what mood would he be in, would he do the pose I would like him to do? Would the staff let me ask for this pose? Would everything be rushed? Would I even be on time? I decided to take it one step at a time so I got ready, went downstairs to see the opening ceremony. I could have lined up for my Jensen photo ops already but I just didn’t want to miss him on stage for the ceremony. Of course the line was much longer when I came back but it wasn’t so bad it moved quite fast and before I knew it I reached the corner a few meters before the door to the photo op room and got even more nervous. A few minutes later I entered the room, showed my ticket and was given a blue plastic ring because I had 2 photo ops. A staff member asked everyone in line what pose they wanted and I told him I want to different hugs and asked if I could show Jensen  one of them on my phone. He said that it’s fine and I was relieved, that was one of my worries because I didn’t know how to describe it. And standing in front of Jensen…well, you lose all ability to speak anyway. So when it was my turn I gave Daniela my bag and the other volunteer took my ring and showed Jensen my phone, he looked at it and got what I wanted. The rest is pretty blurry. I remember looking at Jensen, his face was so high up (I’m short) and then he hugged me, I felt his stubble. Then the photographer said something, I think he was confused because he couldn’t see my face. Jensen then told him that it’s okay because I wanted it this way (I actually don’t remember what exactly he said) and then the picture was taken. The next one was just a normal squishy hug and it was good and he hugged me tight and when it was done I looked at him again, smiled (I think) and said “Thank you so much” to which Jensen replied “Thank YOU”. Then it was time for me to go, the volunteer gave me back my phone and I got my bag and left the room floating in the clouds. I left the convention area because I really needed to calm down. A few minutes later I noticed the blue ring in my hand and I didn’t know how it got there. I’m serious. I was completely confused. At some point I thought that maybe I had it in my hand the whole time during the photo ops.  But I didn’t. They must have given it back to me, I really don’t know, it was just there. However, there were panels to attend so I went back in, enjoyed more panels, took lots of pictures of Jensen on stage and decided that I would get his autograph on Sunday instead of Saturday, but not during his last session (which turned out to be a good decision). I was a little sad that Jensen’s solo panel turned into a second J2 panel because I would have loved to see and hear Jensen talk on his own. He gives interesting, thoughtful and long answers. But the J2 panel was funny, too, and I knew there’s be a second Jensen solo panel on Sunday so it was okay. Day 2 was almost done, there was only Jason’s concert left which was at 9.30 pm so I had some time to rest and post pictures on Twitter. I knew from experience that those concerts never start on time so I went downstairs a few minutes before 10 and still had to wait till they opened the doors. The concert was nice but as I said back then, for some reason concerts make me sad. And since there were other things on my mind, too, I was just really down afterwards.

Sunday, final day. It was also Jensen/Misha photo op day and Jensen autograph day. The photo op was first thing in the morning and I somehow managed to be second in line and the girl who was before me at some point asked me if I wanted to go ahead of her. When I got in line it was very early of course and we had to wait a while till they let us go to the infamous corner (those who have been to a Jibcon before know which corner I mean). Incidentally I was in a good spot to see Jensen and Misha arrive and go into the photo op room. Many fans were waiting with their cameras ready but I had the best spot. When Jensen arrived it got very loud and he was smily and happy and looked so good in his jacket and red plaid and I waved and he waved back at me and he noticed my YANA t-shirt and smiled. That was a pretty nice start. In the photo op room I met the same guy asking about my pose as the day before. I just wanted a squishy sandwich hug so it was fine. Suddenly it was my turn and I had to look up to both of them. I think Jensen was a little distracted by what was going on at the door at that point but then I could talk to him and ask for a squishy hug. They hugged me pretty tight which was awesome. I thanked each of them, they thanked me and I left, got my bag and suddenly they called me back because I blinked. Oops. So I had to redo the picture which wasn’t so bad, one more Jensen hug is always a good thing. So we did it again and then I was finished and I don’t remember what happened after that. I must have walked back into the panel room, enjoyed more panels and at some point it was time for Jensen’s solo panel which was delayed and I was scared that it would be canceled again. But it wasn’t. It was a good panel and Jensen was amazing, I took lots of pictures, of course. The next thing I did was go into the autograph room to get an autograph from Dave Haydn-Jones which was pretty fun. When I was done I saw there there was already a line for Jensen’s autograph and I decided to just get in that line. It was a good idea. I had to wait a while but when Jensen arrived it was just a nice sight, again 😉 He was pretty cheery and gave high fives and he might have recognized me and smiled at me, I’m not sure, maybe it was the person behind me. It was cute either way. I liked one of my photo ops so much that I wanted to get it signed which I’ve never done before. As the line moved I got more nervous and wasn’t sure what to tell him till the last second. I love his hugs so much so I just wanted to thank him for all the hugs over the years. It was a good decision because his reaction was the sweetest. I can’t even describe the look on his face (I probably could if I was better with words, but I’m not). Then he blew me a kiss and that was the best thing ever. I didn’t even know how to react so I just smiled shyly and said “Thank you”. I thanked him a lot this weekend. I walked out of the autograph room and I was so touched that I actually started to cry. Damn you, Jensen. I love him. So then I was done with autographs and I would be able to just enjoy the rest of the panels. Which I did. The Jensen/Misha panel was delayed but it stood out. It was silly fun till the moment Jensen started to get emotional and told us about his afternoon, how talking to the YANA people affected him. Pretty sure you saw the videos. But being there was special. The whole room was quiet when he was talking, I hardly heard any cameras at all and when I looked around me most people had tears in their eyes. I just wanted to hug Jensen, I think we all did. Of course when Jensen was done he wanted to lighten the mood again by being extra funny but you could tell he was emotionally drained (actually you could tell from the beginning of the panel) and relieved when the panel was ended by all the other guests rushing on stage to hug him. That was really sweet. I loved that moment. I love Jensen for being so open and for letting us know how much he loves us all. This man has a big, big heart.

After the closing ceremony the convention was over. I was tired and of course I was sad that the con ended. I went back to my room and posted more pictures. And that was it basically, that was my convention. 🙂 I loved it.

The journey back home was very stressful but that is a whole different story…